Ostermontag: Thomas

Vertrauen

Thomas antwortete und sprach zu ihm (Jesus):
Mein Herr und mein Gott!
 
Johannes 20,28

 

Thomas Johannes 20,24–31

Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich's nicht glauben.

Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, das Leben habt in seinem Namen.

 

 

Überwältigt.

Von dem, was er sieht: Jesus lebt!

Vielleicht noch mehr von dem, wen er sieht: Jesus. Jesus, den er schon so lange kennt. Mit dem er drei Jahre lang unterwegs war.

Und doch so unendlich viel mehr:

»Mein Herr und mein Gott!«

Lasse ich mich zu Ostern überwältigen?

Von Jesus, der lebt. Immer noch.

Von Jesus, den ich schon so lange kenne. Von klein auf. Aus den Geschichten im Kindergottesdienst, im Religionsunterricht …

Von Jesus, der so unendlich viel mehr ist als eine Gestalt aus alten Geschichten.

Von Jesus, der so unendlich viel mehr ist als Einer, der Wichtiges und Großes gesagt hat.

Von Jesus, der heute da ist, der heute redet, der mir heute zeigen will, wie mein Leben aussehen kann, der meinem Leben heute Sinn geben will.

Darf Er »mein Herr und mein Gott« sein?

Der, den ich höre, wenn Er redet?

Der, dem ich folge, wohin immer Er auch geht?

 

»Herr, gib mir dir Kraft, alles zu tun, was Du von mir verlangst. 

Und dann verlange von mir, was immer Du willst.« (Aurelius Augustinus)

 

Willy Todter