Karfreitag: Jesu Kreuzigung und Tod

Liebe

Jesus aber sprach:
Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun.
 Lukas 23,34

 

Jesu Kreuzigung und Tod Lukas 23,32–49

Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden. Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. [Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!] Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber! Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.

Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei. Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser Mensch ist ein Gerechter gewesen! Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um. Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.

 

Ganz bewusst.

Mit voller Absicht hat Jesus Sich in diese Lage gebracht.

Dazu ist Er in diese Welt gekommen.

Es war von Anfang an Sein Plan, zu sterben. So zu sterben.

Für die, die nicht wissen, was sie tun. Also uns.

Damit hatte doch alles angefangen, damals im Garten.

Damit, dass wir Menschen wissen wollten. Wissen, was gut und böse, was richtig und falsch ist. Selbst.

Ohne Gott. Den brauchen wir nicht dazu, haben wir gedacht. Und so sieht diese Welt auch aus.

Und für die, die's eben doch nicht wissen, für die stirbt Jesus. Also für uns.

Weil wir Ihm wichtiger sind als Er Sich Selbst.

Das ist Liebe. So ist Liebe. So ist Er.

Herr Jesus, ich möchte lernen, zu lieben wie Du. Weil Du mich liebst. Amen.

 

Willy Todter