Karwoche, Mittwoch: Das Abendmahl

Miteinander

Und er (Jesus) sprach zu ihnen:
Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen.
 Lukas 22,15

 

Das Abendmahl Lukas 22,7–23

Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir's essen. Sie aber fragten ihn: Wo willst du, dass wir's bereiten? Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen, schön ausgelegt; dort bereitet das Mahl. Sie gingen hin und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm.

Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird! Doch siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir am Tisch. Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch den er verraten wird! Und sie fingen an, untereinander zu fragen, wer es wohl wäre unter ihnen, der das tun würde.

 

Jesus braucht Gemeinschaft. Er sammelt Jünger um sich, teilt mit ihnen sein Leben. 

Jesus lebt vor, was Gemeinschaft bedeutet: Auf andere zugehen. Hinschauen. Handeln. Helfen. Dienen. Verzeihen. Lieben.

Jesus sucht die Gemeinschaft mit seinen Jüngern, ganz bewusst, besonders als er weiß, dass ihm Leid und Tod bevorsteht. 

 

Auch wir brauchen Gemeinschaft, manche vielleicht in dieser Zeit besonders. Wir dürfen uns nicht treffen. Werden wir kreativ!

Hier ein paar Ideen:

- Leute anrufen, ehrlich nachfragen, wie es wem geht 

- Karten schreiben / „Corona-Survival-Paket“ verschicken (Süßigkeiten, Brief…)

- Nachbarn nette Sachen vor das Haus / die Wohnung legen (Kuchen, Blumen…) 

- Bewusst Menschen anlachen (gegen die Angst und die Verzweiflung)

- Gebetsgemeinschaft per WhatsApp-Gruppe

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, […]

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; 

dass ich ein Licht anzünde, wo Finsternis regiert; 

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. (nach Franz von Assisi)

 

Sibille Schöntauf