Karwoche, Montag: Der Unglaube des Volkes

Zweifel

Und obwohl er (Jesus) solche Zeichen vor ihren Augen getan hatte,
glaubte sie dennoch nicht an ihn.
 Johannes 12,37

 

Der Unglaube des Vokes Johannes 12,37–50

Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen getan hatte, glaubten sie doch nicht an ihn, auf dass erfüllt werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?« Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja sagte wiederum (Jesaja 6,9-10): »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe.« Das sagte Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Doch auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden. Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott. Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. Und ich weiß: Sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: Was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

 

 

Wer kann sich schon sicher sein? Worauf kann man sich verlassen? 

Fragen, die wir uns gerade in diesen Tagen immer wieder stellen? 

Was gibt Halt? Was trägt? Was bleibt?

Christus spricht: Ich bin als Licht in die Welt gekommen, … 

Erfahrbar, erlebbar … gegenwärtig!

In den Neonbeleuchtungen der Krankenzimmer und dem Arbeitslicht am Schreibtisch,

in der Küchen- oder Nachttischlampe genauso wie im flackernden Kerzenschein! 

… auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

Das ist SEINE Verheißung, SEINE Zusage: 

In allen Dunkelheiten des Lebens, in den Sorgen und Ängsten …und allen Zweifeln zum Trotz: 

ER ist da … gegenwärtig.

 

Du durchdringest alles; lass dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. 

Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, 

lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. (Evangelisches Gesangbuch 165,6)

 

Peter Pall