Palmsonntag – Einzug in Jerusalem

Erwartung

Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Markus 11,9

 

Jesu Einzug in Jerusalem Markus 11,1–11

Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden's los. Und einige, die da standen, sprachen zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen's zu. Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten. Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe! Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen.

 

Ich will mich vordrängen, ganz vorne in der ersten Reihe stehen! 

ER kommt … nicht irgendwer, haben sie gesagt! 

ER kommt … unser neuer König, haben sie gesagt! 

Ich kann ihn schon sehen … Hosianna! Rette uns … gib uns Heil! 

Das kann man von einem König doch erwarten:

Eingreifen soll ER, seine Macht zeigen, sich durchsetzen.

Frieden bringen … alles zum Besseren wenden … endlich! 

Aber … wie soll das gehen? 

Das ist kein Schlachtross auf dem er da sitzt … das ist ein armseliger Esel! 

Das sind keine Soldaten, die ihn begleiten … Fischer und Zöllner sind es, Menschen von der Straße!

Menschen wie du und ich … vielleicht will ER ja deshalb auch MEIN König sein? 

 

Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,

sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit;

all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat. (Evangelisches Gesangbuch 1,2)

 

Peter Pall