Martha Freudenthaler

Antrittsrede

Martha Freudenthaler

22. Jänner 2006

Liebe Gemeinde!

Ich freue mich, dass ich hier vor Ihnen/ vor Euch stehen darf, in der Gemeinde, die mir eine echte Heimat geworden ist, und mich Ihnen als neue Kuratorin vorstellen darf. Mein Name ist Martha Freudenthaler, ich bin verheiratet mit Günter (besser bekannt als Gü), und wir wohnen in Puchenau in einem kleinen Reihenhaus.
Unsere Tochter Andrea studiert in Wien und wird im Februar hier in unserer Kirche heiraten, unsere jüngere Tochter Katrin ist gerade 18 geworden und steckt mitten im Maturajahr am Stiftergymnasium.
Mein Mann arbeitet selbstständig als Werbegrafiker und setzt seine Kenntnisse des öfteren auch für unsere Gemeinde ein.
Ich selbst unterrichte als Hauptschullehrerin an der Jahnschule hier in Urfahr, und ich tue diese Arbeit sehr gern, ich mag die Schüler und ich glaube, sie spüren das.
Es ist mir ein Anliegen, sie sowohl mit Liebe als auch mit festen Grenzen zu erziehen.

Man sollte meinen, dass das alles für ein erfülltes Leben ausreicht!
Und ich bin auch sehr dankbar dafür!
Aber am allerwichtigsten ist mir, dass ich mich in Gottes Hand weiß.
Wir haben uns für ein Leben mit Gott entschieden, und dass wir unseren Glauben in der Wärme einer Gemeinde leben wollen, gemeinsam mit anderen, die unterwegs sind mit Jesus.
Und deswegen haben wir uns für die Gemeindevertretung aufstellen lassen, und deswegen habe ich schließlich auch ja gesagt, als ich gefragt wurde, ob ich Kuratorin werden wolle, obwohl ich mir dieses verantwortungsvolle Amt niemals zugetraut habe!
Die Aufgabenfülle, die Helmut Jungmeier 12 Jahre lang in großer Treue bewältigt hat, war mir eine Nummer zu groß!
Aber ich muss es nicht alleine machen: Es steht zwar mein Name drauf, aber es ist ein ganzes Team drinnen! Wir haben als Presbyterium beschlossen, das ganze Pensum nach Gaben aufzuteilen, und jeder einzelne Presbyter/in hat wichtige Aufgaben verbindlich übernommen. Als Stellvertreter stehen mir sowohl Josef Heiss als auch Jakob Fischer zur Seite. Josef Heiss hat außerdem gemeinsam mit Erich Buchner den Vorsitz des Presbyteriums übernommen in den Sitzungen. Alfred Pilz mit Michael Reisinger ist Schatzmeister in einem umfassenden Sinn. Michael mit Irmi Ehrenmüller hat die Schriftführung, Klaus Köglberger und Irmi unterstützen unsere Arbeit kräftig mit ihren beruflichen Qualifikationen, Jakob Fischer als Jugendpresbyter, Silke Funk für Go special und WISO- Box, Rudi Kozmich als Kirchenbeitragsbeauftragter, und für noch so einiges andere hat sich jemand gefunden, von der vielen unbemerkten Zusatzarbeit unserer beiden Pfarrer ganz zu schweigen!
Mit diesem Team kann einem ja gar nicht mehr bange sein!

So; was bleibt mir dann überhaupt noch zu tun? Keine Angst, fad wird mir nicht. Ich holte meinen alten Stowasser hervor und suchte in den Tiefen der lateinischen Sprache, was „Kurator“ eigentlich heißt. Gefunden habe ich ein Wort mit vielen Bedeutungen:
Sorge, Fürsorge, Bemühung, Sorgfalt, Aufmerksamkeit, Pflege, Obhut, Neugier, Verwaltung, Leitung, Amt.

So möchte ich mich nun mit ganzem Herzen der „Sorge“ um unsere Gemeinde widmen, mich um sie kümmern und einfach DA sein; die Gemeinde nach innen und außen vertreten.
Ich möchte mich um ein Klima der Offenheit, der Transparenz, der Ehrlichkeit bemühen.
Sollte einmal etwas nicht passen, sagt es/ sagen Sie es bitte direkt, ich bin froh darum! Bitte kommen Sie direkt auf mich oder einen von uns zu; außerdem gibt es die Möglichkeit von
E-mail, Telefon, oder der Was- ich –sagen –wollte (WISO-) BOX im Kirchen- Vorraum, die mindestens 1x pro Woche geleert und bei der nächsten Presbytersitzung besprochen wird.

Was ich mir wünsche, ist keine strahlende, fehlerlose Mustergemeinde mit perfekten Menschen und fertigen Plänen.
Sondern eine Gemeinde mit Menschen wie du und ich, die um ihre Begrenztheit wissen und voreinander keine Masken aufsetzen, bei denen auch das Lachen nicht zu kurz kommt. Die sich von Gott geliebt wissen und es darum nicht nötig haben, sich besser zu machen als sie sind, die einander helfen und Hilfe annehmen können. Die geradlinig und für andere einladend IHM nachfolgen, mit einem Herz für alle, die noch auf der Suche sind nach dem Sinn des Lebens.
Für das alles möchte ich mich mit Freude und Ernsthaftigkeit einsetzen - mit Gottes Hilfe und mit der Unterstützung von Euch Gemeindevertretern und Presbytern. Danke für Eure Bereitschaft, daran mitzuwirken.
Danke Euch Pfarrern für Eure Geduld mit uns.
Danke auch den vielen Mitarbeitern, die nicht in der Gemeindevertretung sind!
Und auch alle anderen möchte ich ermutigen, ihre Gaben für Gottes Pläne einzusetzen! Am richtigen Platz zu sein bewahrt uns davor, überfordert und ausgebrannt zu werden. Gut drückt das ein Spruch aus, den ich vor kurzem gelesen habe:
„ Nicht die Arbeit macht uns krank, sondern das Verkümmernlassen unserer Gaben!“

Mein Gebet ist, dass wir als Gemeinde nie vergessen, dass Jesus gesagt hat: „ Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Oh ja, ohne ihn können wir vieles tun, aber nichts, was Bestand hat.
In dieser Haltung - Tag für Tag abhängig von Gott -, nur in dieser Haltung sind wir offen für seine Führung.
Und dann wird ALLES GUT werden!!

Danke!

Jahreslosung 2017

Gott spricht:
Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26

Monatsspruch November

Gott spricht:
Ich will unter ihnen wohnen
und will ihr Gott sein
und sie sollen mein Volk sein.

Hesekiel 37,27

Infofolder »Grüß Gott«

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