Jakob Fischer

Das Beste kommt zum Schluss?

Das Beste kommt zum Schluss! Häufig wird das Christsein in der Meinung vieler Menschen auf diese Aussage reduziert - hier und jetzt im Verzicht zu leben und dafür einen Platz im Paradies/“Himmel“ zu haben. Gerade im 21. Jahrhundert, wo in Österreich viele Menschen nahezu alles haben, um ein glückliches Leben führen zu können, scheint eine Lebenseinschränkung durch den Glauben wenig erstrebenswert.

Ich denke, dass diese Sichtweise aktuell eine der größten Herausforderungen für die Kirchen ist. Menschen, denen es vermeintlich an nichts fehlt, für Christus zu begeistern, ist nicht gerade einfach. Nichts desto trotz bleibt dieser Auftrag eine Kernaufgabe der Gemeinden. Und Gott sei Dank hat Jesus heute für mein Leben immer noch genauso viel zu bieten wie vor 2000 Jahren.

Als Christ bin ich nicht automatisch ein besserer Mensch, ich bin nur besser dran. Ich selbst bin weit davon entfernt, fehlerfrei zu sein. Aber ich habe bei Jesus einen Platz, wo ich jene Dinge, die in meinem Leben schief gegangen sind, abladen und loswerden kann. Mit Jesus unterwegs zu sein hat also schon jetzt viel mehr zu bieten, als viele glauben – das Beste am Schluss ist eigentlich nur mehr der Bonus, das Sahnehäubchen!

Es gibt viele Erwartungen an mich als neu gewählten Kurator: die tolle Arbeit der Vorgängerin fortführen (an dieser Stelle mein großer Dank an Martha Freudenthaler für das liebevolle „Kümmern“ um unsere Gemeinde), für die Menschen als „Hörohr“ und Sprachrohr da sein, neue Ideen entwickeln und Wege einschlagen, …
Und natürlich wird der oben erwähnte Auftrag, Menschen für Christus zu begeistern, auch in Zukunft eine zentrale Rolle bei uns spielen (müssen).

Wenn ich nicht wüsste, dass Jesus mein Leben so positiv verändern kann, dass ich jeden Tag ins Staunen komme, müsste ich vor diesem Berg an Anforderungen kapitulieren. Aber so weiß ich, dass Gott den Menschen begegnet und wir als MitarbeiterInnen nur bereit sein müssen dort anzupacken, wo er uns braucht. Wenn ich bei meiner Angelobung versprochen habe „Ja, mit Gottes Hilfe“, dann kann ich mich voll darauf verlassen, dass seine Hilfe größer ist als meine Fähigkeiten. Und mit dieser Hilfe Gottes kommt tatsächlich das Beste zum Schluss (und am Anfang, und mittendrin…).

Jakob Fischer

 

Martha Freudenthaler

»Alles hat seine Zeit« (Kohelet 3)

Als Jakob Fischers Vorgängerin möchte ich mich an dieser Stelle verabschieden. (teilweise verabschieden, denn im Presbyterium arbeite ich weiter mit!) Nach über 12 Jahren war es für mich an der Zeit, die Kuratoren-Freuden und -Pflichten weiterzugeben: bewusst, rechtzeitig und geordnet. Trotzdem ist neben dem lachenden Auge auch ein weinendes da; es war immerhin eine schöne, dichte Zeit. Ich liebe diese unsere Gemeinde. Da bin ich nicht die einzige. Und wir wollen nur ihr Bestes. Trotzdem wird uns das nie ganz gelingen, auch wenn wir es noch so wollen. Warum? Weil jeder bei allem Bemühen nicht mehr einsetzen kann als das, was er hat: Seine Gaben. Darum hat niemand völlig freie Wahl beim Anlegen eines Amtes. Jeder hat seine ganz persönlichen Stärken und Schwächen. Und er hat nur das, was ihm derzeit persönlich zur Verfügung steht: an Zeit, an Kraft, an Kreativität, an Gesundheit,....

Umso mehr gehört so ein Amt in größere, in echt kompetente Hände. Es gibt da nämlich Gott sei Dank jemanden, der sehr gern hilft, und der das auch kann! Dass meine gute Absicht und das „Ergebnis“ besser übereinstimmen, dass dich und mich Prägungen und Ängste nicht lähmen bei unserer Arbeit als Teil von Gottes Bodenpersonal. Es gibt ihn: Den einen Gott in 3 Personen. Den Vater im Himmel. Den Sohn Jesus Christus. Den Heiligen Geist. Unter diese Fittiche gehört das Kuratorenamt (und jedes andere Amt in der Kirche)!  Zum Abschluss noch ein großes Danke an alle, die mir durch ihre konstruktive Begleitung und Mitarbeit, durch Gebete und Humor eine große Hilfe waren. An dieser Stelle möchte ich noch einer Freude Ausdruck verleihen: meiner Freude über unseren neuen Kurator Jakob Fischer. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen Gottes reichen Segen!    

 

Martha Freudenthaler

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6

Monatsspruch November

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offenbarung 21,2

Kontakt

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